Erdung, Schutzleiter und eine Kaffeemaschine in Reparatur

Zitat von der Praktikant:
Marek, ein “Erdungskonzept” klingt gut!
Würdest du für uns Anfänger und Praktikanten hier im Forum kurz ausführen was das ist und wie man so etwas mit welchen Querschnitten idealerweise umsetzt?

Es ging beim Kaffee-Netz um Revision einer alten Maschine und zwar nicht zum ersten Mal. Das Thema wiederkehrt regulär und die Jungs sind echt gut, was das wiederbeleben von alten Mechanik angeht. Dabei ist aber rausgekommen, dass die alten Maschinen nicht unbedingt nach aktuellem Sicherheitsstandard gebaut worden sind. Wenn man bedenkt, dass viele Maschinen aus der Zeit stimmen, wo ein Schutzkontakt in der Steckdose ein Fremdwort war, ist das gar kein Wunder.

Dieser Artikel habe ich geschrieben, um Leute, die eine alte Maschine restaurieren, ein Bisschen zu unterstützen. Es ist keine Anleitung, wie eine Maschine zu bauen ist! Ich habe das aus eigener Erfahrung mit elektrischen Anlagen geschrieben, nach bestem Wissen und Gewissen, ich behaupte aber weder, das alles richtig ist, noch, dass es vollständig ist. Es soll zumindest als Denkanstoß gut sein. Oder ich hoffe es so.

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PID Anbaubox für eine Gaggia Baby ’77

Ich habe beschlossen, meine Gaggia Baby Modell ’77 mit einem PID-Temperaturregler zu verschlimbessern. Da ich Respekt für den Erhaltungszustand der Maschine habe, habe ich auch gleich entschieden, dass es keine bleibenden Veränderungen gemacht werden dürfen. Sprich, es wird nichts gebohrt, gefräst oder gesägt.

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Alinco DJ-S45CQL (der große Bruder von DJ-S45CQS) oder wie ich an eine Funke gekommen bin…

Neue Funke?

Kürzlich hat ein PMR-Funksatz von meinem Kumpel den Geist aufgegeben. OK, es waren Spielzeuge, aber die Geräte haben uns recht guten Dienst beim Kanufahren geleistet und ich dachte mir, ich kaufe jetzt ein Paar gescheite Funken, so, dass wir in der Zukunft keine Probleme haben. Ich habe mich langsam von einfachen Alan/Midland in Richtung Alinco hochgeschaukelt und am ende beim Neuner (Neuner Funkversand) ein Paar Alinco DJ-S45CQL bestellt. Da es schnell laufen musste (ich wusste nicht, dass Markus Neuner von heute auf morgen liefert, wörtlich), die nächste Kanutour steht quasi ab morgen an, habe ich erst gekauft und dann genau gelesen. Oookay, dachte ich mir, man hätte vielleicht sich das mit den Mignon-Akkus besser überlegen sollen…

Versorgung und Leistung bei Alinco DJ-S45CQL

Das Gerät kann (offiziell) wahlweise mit zwei AA (Mignon) Zellen oder mit einem Sonderakku (EBP-60, Li-ION) versorgt werden. Verkauft wird es auch entweder „solo“ oder im Satz mit einem EBP-60 Akku und einer Ladeschale (Tischlader), wobei die letztere Version um etwa 40€ mehr kostet (immerhin ein Schnäppchen, da der Akku sowie das Ladegerät sich einzeln mit je 30€ bezahlen lassen).
Da ich einen guten Vorrat an Eneloop Akkus habe und die 100€ je Funke eh schon die oberste Schmerzgrenze war, dachte ich mir, ich spare und lasse das mit dem Sonderakku sein. Ob dies eine sinnvolle Entscheidung war, kann man streiten, da, wie ich kurz nach dem Kauf gelesen habe, auf NiMH Akkus lässt die Sendeleistung deutlich nach. Die Frage: was ist eigentlich „deutlich“ konnte mir aber niemand eindeutig beantworten.
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Olympus LS-5 (LS-11) vs. Sony ICD-SX750

So, vor einiger Zeit habe ich den Olympus LS-5 gekauft (bis auf die Farbe und die Größe des eingebauten Speichers ist der LS-5 identisch mit dem Olympus LS-11).

Wie hier schon beschrieben habe ich nach einem Ersatz für Sony ICD-SX750 gesucht. Nachdem der erste Versuch mit Tascam DR-07 sich als ein Schuss in den Ofen entpuppte, habe ich ein wenig drauf gelegt und mir den Olympus geholt. Wie der sich bisher gegen den Sony verteidigt hat, darüber schreibe ich heute.
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Tascam DR-07 vs. Sony ICD-SX750

Ich habe ein Upgrade für meinen Sony ICD-SX750 gesucht. Bei dem Sony hat mich ein relativ auffälliges Rauschpegel den eingebauten Mikrofone und ein relativ schmales Stereobild gestört.

Von vorne weg: ich brauche ein Aufzeichnungsgerät als Pendant zu einer videofähigen SLR Kamera. Es muss ausreichend gute Mikrofone haben um Umgebungsgeräusche für Atmosphäre aufzunehmen und es muss (wahlweise) das Signal von einem Richtmikrofon aufzeichnen können.

Zum TASCAM DR-07:

Verarbeitung des TASCAMs ist für ein Kunststoffgehäuse schon nicht schlecht, es knirscht nichts, die Teile der Schale passen mechanisch gut zusammen, leider aber nicht optisch. Das heißt, die Linien der Ober- und Unterschale treffen sich nicht, am Rande den eingeklebten Seitenpanels schaut der Kleber raus. Das gibt ein Gefühl, man hätte ein Spielzeug oder eine Seifenschale in der Hand. Na gut, das Gerät ist nicht zum Anschauen da, nur zum Ton aufnehmen.


[Klick = Vollbild]

[Klick = Vollbild]


Beim Einschalten fällt auf, dass die Tasten sehr laut sind. Ja, sie haben einen gut definierten Druckpunkt und sind leicht zu finden und auch nicht zu nah an einander, leider sind sie Knöpfe nur “lose” zwischen den eigentlichen Schalter und das Gehäuse eingelegt, was beim Drücken zu einem ungedämpftem, lautem KLAMPF! führt. Man hat das Gefühl, das Gehäuse wäre innen leer, so schallt es.

Positiv fand ich das Drehrädchen zum Einstellen des Aufnahmepegels, es ist durch versenken gegen versehentliches Verdrehen geschützt und ermöglicht ein stufenloses Einpegeln. Leider wird das Streifen mit einem Finger an dem Gehäuse sehr laut auf die Mikrofone übertragen, also nix mit unauffälligem Nachregeln während der Aufnahme (außer mit externem Mikro natürlich).

Das Bedienkonzept mit dem Drehrad ist recht gut, vor Allem das Durchsuchen einer Aufnahme. Ein Manko ist, dass das Drehrad recht schwer zu erreichen ist – wenn man das Gerät so hält, dass man gut an den Pegelregler und die Aufnahmetaste kommt, muss man entweder das Griff umlegen, oder mit dem zweiten Hand ran. Das Drehrad selbst hat ein Bisschen zu viel Widerstand, was gerade bei Menüführung stört: die Kraft, die man anbringen muss, um das Rad in Bewegung zu setzen, führt meist zum Verdrehen des Rades gleich um 2 Schritte. Ist aber sicherlich Gewöhnungssache.

Bei dem Display fiel mir auf, dass die Pegelanzeige keinerlei Skala hat – es gibt zwar Striche, aber keine Zahlen dazu. Man darf nur raten, wo was ist. Nicht so schlimm, wenn man aber auf Zahlen an der Skala verzichtet, wäre es IMO sinnvoller nur wenige Striche anzubringen (z.B -3, -12 und -20dB). Das ist schneller zugeordnet, als 10 Striche ohne Kommentar.
Außerdem ist das Display gut, man kann sogar das Kontrast einstellen, was gerade bei Bedienung in kalter oder heißer Umgebung sehr hilfreich sein kann.

Ein K.O. Kriterium für mich – und der Grund, warum ich das Gerät an Thomann zurückgeschickt habe (LOB LOB für die BESTE Kundenbetreuung die ich je erlebt habe!) war das Eigenrauschen den eingebauten Mikrofone. Verglichen mit ICD-SX750 (Preispunkt ähnlich, um 140€) ist das eine Katastrophe. Ja, wenn es ausreichend laut ist, dass man die Verstärkung herunter regeln kann, liefert das Gerät ein schönes Ton, aber mag es leiser werden, sagen wir mal am Abend, wo man mit normalen Stimme am Tisch etwas bespricht, dann wird es sofort auffallen: selbst wenn alle die Klappe halten, spricht das TASCAM weiter.

Schneller Test – einfach beide Geräte neben einander im Abstand von 15cm gelegt, Aus ca. 40cm gesprochen, beide Geräte auf (fast) max. Verstärkung, so dass es das gleiche Pegel rauskommt (ca. -4dB Spitze), alle Limiter, Filter, sonst noch was aus, Aufnahme!. Die Dateien sind als WAV aufgenommen worden und fürs Web in 192kbps MP3 mit LAME umgewandelt.

Sony ICD-SX750:
[audio:http://www.biasedlogic.com/wp-content/uploads/2011/01/Sony-ICD-SX750.mp3|titles=Sony ICD-SX750]
Sony ICD-SX750 als WAV

Tascam DR-07:
[audio:http://www.biasedlogic.com/wp-content/uploads/2011/01/Tascam-DR-07.mp3|titles=Tascam DR-07]
Tascam DR-07 als WAV

Und noch zwei Bilder zum Inhalt der Packung:

Marek

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